07.07.26 - 32. ERFA-Treffen : Schutz & Hack mit KI : Aufzeichnung


 

56 Minuten, optimiert, Reinhold Berlin


Das Thema ist plötzlich aktueller denn je - siehe OPEN AI Sicherheitsvorfall vom 22.7.26.

In dem Zusammenhang schreibt das BSI:

Unternehmen müssen sich mit KI als entscheidender Maßnahme für ihre eigene Cybersicherheit auseinandersetzen.


Gemeinschaftsveranstaltung von WJ Lüdenscheid & VDI Lenne BV.

Gastreferent: Christian RenkesNica-Systems GmbH, Düsseldorf

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Bild generiert mit Chat GPT Image 2

AGENDA

Nicht erst seit Claude Mythos ist KI ein wichtiges Thema in der Abwehr von Cyberangriffen. Wir erfahren den aktuellen Stand von Christian Renkes, CEO von Nica Systems GmbH in Düsseldorf, einem Anbieter von spezialisierten IT-Sicherheitslösungen – von Compliance und Strategie bis hin zu Managed Security und Incident Response. 

KI-gestützte Cyberangriffe

- Moderne Angriffstrategien

- KI industrialiseiert Cyberangriffe

- KI kennt das Unternehmen besser als viele Mitarbeiter

- Fallbeispiele

- Maßnahmen für echte KI-Resilenz

Einleitung

06.07.26 - Die britische Außenministerin Yvette Cooper

Dem Guardian sagte die Ministerin, weltweit gelangten die Menschen nach und nach zur selben Erkenntnis: „Hier schlummert ein unglaubliches Potenzial, aber auch ein enormes Risiko.“ Hybride Bedrohungen abseits des klassischen Schlachtfelds hätten drastisch zugenommen, schon jetzt setzten Extremisten, Terroristen, andere Kriminelle und staatliche Akteure im großen Stil auf mächtige KI-Werkzeuge, um ihre Ziele zu erreichen. Die Risiken seien groß – ähnlich wie auch bei der globalen Klimakrise, irregulärer Migration und ausländischen Manipulations-Kampagnen gegen freiheitliche Demokratien.

06.07.26 - Erstmals führt ein KI-Agent einen kompletten Ransomware-Angriff ohne menschliche Steuerung durch

Der Bericht beschreibt JADEPUFFER als mutmaßlich ersten dokumentierten Fall von agentischer Ransomware: Eine komplette Erpressungsoperation wurde offenbar nicht manuell, sondern end-to-end durch ein LLM-gesteuertes Angriffssystem ausgeführt.

Der Angreifer verschaffte sich initialen Zugriff über eine verwundbare, internetexponierte Langflow-Instanz mittels CVE-2025-3248, sammelte dort systematisch Secrets, API-Keys, Cloud-Zugangsdaten, Datenbankinformationen und MinIO-Objektspeicherinhalte. Anschließend wurde die kompromittierte Umgebung als Sprungbrett genutzt, um einen separaten Produktionsserver mit MySQL und Alibaba Nacos anzugreifen.

25.06.26 - Neuartige Waffen bekämpfen Cybergauner

Dieser durchschlagende und vor allem recht schnelle Erfolg war nur durch eine neuartige Kombination aus Technologie und neuen rechtlichen Optionen möglich. Um die Funktionsweise der Schadsoftware nämlich zu verstehen, nutzten die Ermittler ebenfalls künstliche Intelligenz, mit deren Hilfe sie den komplexen Code in Minuten statt Tagen analysieren konnten. Dabei fanden sie heraus, dass die beiden Schadprogramme Amadey und Stealc zwar von diversen Kriminellen entwickelt wurden, aber auf dieselbe technische Infrastruktur zurückgreifen. Diese KI-gestützte Erkenntnis ermöglichte es dem Anwaltsteam von Microsoft, das US-Gesetz gegen organisierte Kriminalität (RICO – Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) anzuwenden. Anstatt jedes Schadprogramm also isoliert bekämpfen zu müssen, erlaubte das RICO-Gesetz es den Ermittlern, die verschiedenen Akteure als Teil einer einzigen, globalen Kriminellenverschwörung zu belangen und so das gesamte Netzwerk auf einmal anzugreifen.